Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
209
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Jetzt hat ein neues Band Euch zu Eintracht undGlück verbunden, das süße Wesen, dem Ihr beide dasLeben geschenkt, wird für Euch eine neue Quelle neuerFreude und Liebe.

Auch ich, lieber Moritz, bin Ihnen jetzt durch einneues Familicnband enger verbunden, Ihre Tochter istmeine Nichte.

Möge der Himmel die beiden Wesen, die wir sosehr lieben, Mutter und Tochter gesund erhalten.

Was mich selbst betrifft, so geht es mit meinerGesundheit immer besser; freilich sehr langsam. Mitmeinen juristischen Studien bin ich ausschließlich be-schäftigt, und denke Januar zu promovieren. Ich glaubeganz bestimmt, daß sich meine Kopfschmerzen im Laufeeiniger Jahre ganz verlieren werden, und daß ich dannmehr als jetzt imstande sein werde, tüchtig zu wirkenund zu leben.

Mein süßes Lottchen lasse ich herzlich grüßen. Ichkann ihr nicht genug sagen, wie hübsch und ergötzlichihr letzter Brief war. Ich habe jede Zeile geküßt, undwieder gelesen, und wieder geküßt. Ich bitte Lottchen inmeinem Namen zu gratulieren, und die Hand zu küssen.

Wenn es mir möglich ist, so schreibe ich heute nochunserer lieben Mutter. Wie muß die sich freuen.Ich habe jetzt Fremde hier, nämlich mein Bruder Marist jetzt hier bei mir zum Besuch. Wir können nicht auf-hören von Euch zu sprechen. Ihre Mutter und Brüderlasse ich gratulieren.

Ich bitte Euch gebt dem Kinde nur keinen pretiösenNamen, gebt ihm einen einfachen echt deutschen.Lebt wohl und behaltet mich lieb.

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