Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
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haben mich auf schlimme Weise darin unterbrochen,und Gott weiß, ob ich ihn bald und gut vollende. Beidieser Gelegenheit merkte ich auch, daß mir das Talentdes Erzählens ganz fehlt; vielleicht tue ich mir auchunrecht und es ist bloß die Sprödigkcit des Stoffes. DiePassahfeicr ist mir gelungen, ich bin Dir für die Mit-teilung der Agadc Dank schuldig, und bitte Dich, nochaußerdem mir das Keho Lachma Anja und die kleineLegende Maasse b'Rabbi Elieser wörtlich übersetzt zu-kommen zu lassen, auch die Psalmstclle im Nachtgebete:Zehntausend Gewaffnete stehn vor Salomons Bette"mir wörtlich übersetzt zu schicken. Vielleicht gebe ich demRabbi einige Druckbogen ülustrations auf englischeWeise als Zugabc, und zwar originaler Jdeenertraktüber Juden und ihre Geschichte. Benjamin von Tu-dela, der jetzt auf meinem Tisch herumreist, läßt Dichherzlich grüßen. Er wünscht, daß ihn Zunz mal be-arbeite und mit Übersetzung herausgebe. Die Über-setzung und Bearbeitung vom französischen Dr. Witte,die ich vor mir habe, ist unter aller Kritik schlecht, nichtsals Schulknabenwitz. Über die Frankfurter Juden warmir Schudt sehr nützlich; ich habe beide Quartbändeganz durchgelesen und weiß nicht, ob ich mich mehr ge-ärgert über das Rischeß, das über jedes Blatt aus-gegossen, oder ob ich mich mehr amüsiert habe über dieRindviehhaftigkeit, womit das Rischeß vorgebracht wird.O wie haben wir Deutsche uns vervollkommnet! Esfehlen mir nur noch Notizen über die spanischen Judenim fünfzehnten Jahrhundert, und besonders über ihreAkademien in Spanien zu dieser Zeit; wo finde ich was?oder, besser gesagt, fünfzig Jahre vor ihrer Vertreibung.

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