Interessant ist es, daß dasselbe Jahr, wo sie vertriebenworden, das neue Land der Glaubensfreiheit, nämlichAmerika, entdeckt worden. — Wenig poetische Ausbeutewird dieses Jahr liefern, ich mache fast gar keine Ge-dichte, meine Zeit wird von meinen Kopfschmerzen undStudien in Beschlag genommen. Und Gott weiß, obich dieses Jahr fertig werde! Und Gott stehe mir bei,wenn es nicht der Fall ist! Ich will auf keinen Fallmeinen Oheim weiter angehn mit csptationes bene-volentise, Hab' ihm auch seit neun Monaten nicht ge-schrieben. — Wahrlich, ich bin doch kein solcher Schwein-hund, wie die Hamburger glauben. — Deine Mit-teilungen über die Veränderungen im Ministerium desKultus haben mich sehr interessiert: Du kannst wohldenken, in welcher Hinsicht. Es ist alles jetzt so ver-wirrt im preußischen Staat, daß man nicht weiß, werKoch oder Kellner ist. Ich möchte wohl wissen, an wenich mich mit Erfolg wenden könnte bei meinem Gesuchan das Ministerium. Ich habe schon in Berlin mitDir darüber gesprochen, die Zeit rückt heran, wo ichsolche Vorsätze zur Ausübung bringen sollte, und ichkann's Dir nicht genug empfehlen, diese Sache im Augen-merk zu behalten. Du weißt ja, ich selbst bin nicht im-stande, dergleichen Demarchen selbst zu machen und zuüberdenken; meine Freunde sind immer meine natür-lichen Vormünder. — Ja, säßen Weiber am Staats-ruder, so wäre ich Mann genug, bald ein gemachter
Mann zu sein.
Gleichgültig ist es mir, höchst glcigültig, ob meinePoesien dem großen und dem kleinen Haufen ge-fallen. Nicht gleichgültig ist es mir aber in diesem
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