— Leben Sie wohl und sein Sie überzeugt, daßich Sie lieb habe. — Wenn ich diesen Ausdruck ge-brauche, so denken Sie sich dabei eine fromme Wald-kirche mit beseligend hervorquellenden Orgeltönen.
Grüßen Sie mir Varnhagens recht herzlich, bleibenSie gut, beten Sie oft, und vergessen sie nichtIhren Knecht
H. Heine.
Herzlichen Dank, lieber Robert, für Ihre herrlichenZeilen. Ich muß Ihnen nächstens mal einen großenBrief schreiben, jetzt drängt mich die Post. Ich bin auchsehr verstimmt. — Papavian! Mamavian! — ich wollte,ich könnte mich totlachen.
Apropos! wenn Ihnen die Sonette an Ihre Fraunicht ganz und gar mißfallen, so lassen Sie solche inden „Rheinblüten" abdrucken, mit der Chiffre H.unterzeichnet, und mit einer Ihnen beliebigen Über-schrift. Wahrlich, für mich sind diese Sonette nichtgut genug, und ich darf auf keinen Fall meinen Namendrunter setzen. Ich habe mir jetzt überhaupt zum Grund-satz gemacht, nur Ausgezeichnetes zu unterzeichnen; undmeine wahren Freunde werden dieses sicher billigen.Papavian! Mamavian!
In großer Eil.
71. An Moses Moser.
Göttingen, den SS. Jnni 1824.
Heute morgen fällt mir's ein, daß ich von Dirkeinen Brief zu erwarten habe, bis ich Dir Deinen Brief
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