Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
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fertig machen und solches nach Karlsruhe, mit dem Be-deuten, daß es aus Ihre Veranlassung geschehe, IhremBruder direkt zuschicken solle. Was mich selbst betrifft,so sagte ich Ihnen bereits in Berlin, daß ich, außereinigen zu den Zeit-Memoiren gehörigen und folglich nichtmitteilbaren Aufsätzen, keinen Fetzen gutes Manuskriptliegen habe, und daß ich Ihnen nur einige unbedeutendeGedichte, bloß mit einer Chiffre unterzeichnet, mitteilenkann. Ein Hundsfott ist, wer mehr gibt, als er hat,und ein Narr ist, wer alles mit seinem Namen gibt.Ich will beides nicht sein, schicke Ihnen für dieRhein-blüten" beiliegende, bloß mit H. überzeichnete Gedichte,wofür ich, eben weil ich sie nicht mit meinem Namenunterzeichne, durchaus kein Honorar verlange. Tun Siemir das nicht zu leid, daß Sie eigenmächtig meinenNamen unter diese Gedichte setzen; ich habe schon vonFreunden zu oft solche Willkürlichkeiten zu erduldengehabt, als daß diese Bemerkung nicht verzeihlich wäre.Ich verspreche Ihnen auch schriftlich, für den folgendenJahrgang des Almanachs etwas recht gutes Großes zuliefern, und ich bin wohl der Mann, der es vermag. DerAbgang der Post ist zu nahe, als daß ich heute vielschreiben könnte, außerdem bin ich, wie Sie aus meinemganzen Briese sehen werden, ebenfalls sehr verstimmt,ich muß mich mit langweiligen mühsamen Arbeiten ab-quälen, der Todesfall meines Vetters zu Missolunghihat mich tief betrübt, das Wetter ist so schlecht, daß ichfast glaube, es ist von Clauren, ich habe betäubendeAnwandlungen von Pietismus, Tag und Nacht rappelnin meinem Zimmer die Mäuse, mein Kopfübel will nichtweichen, und in ganz Göttingen ist kein Gesicht, das mir

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