Arbeit. Nur leide ich noch gar zu sehr an meinen Kopf-schmerzen und bin gar zu sehr bedrückt von meinenjuristischen Arbeiten. Beim alten Meister kriege ich diePandekten los, und hoffe, dies Jahr fertig zu werden.
Alsdann soll die Poeterei recht losgehen, denn imGrunde bessert es sich auch mit meinem Kopfe immermehr und mehr. — Indien und Mittelalter beschästigenmich ebenfalls. — Ich lebe ganz isoliert und ziehe michvon allen Menschen zurück. Giebt's doch nichts Süßeresals die Pomade. Das hat schon Cicero gesagt.
70. An Friederike und Ludwig Robert.
Göttingen, den 37. Mai 1824.
Ihren Brief vom 22. dieses habe ich richtig er-halten und daraus ersehen, daß mein Freund Moserbei Ihnen noch nicht meine Aufträge ausgerichtet. Ichhabe ihm nämlich zur Beförderung an Sie einen So-nettenkranz geschickt, den ich con smoee, aber vielleichteben dadurch recht stümperhaft geschrieben. — Wahr-lich, Sie verdienten ein besseres Schicksal! Ferner sollteIhnen Moser sagen, daß ich bald selbst schriebe; undendlich, daß ich Jmmermann in Magdeburg nichtsprechen konnte wegen allzurascher Abfahrt der Schncll-post, die ich nicht versäumen durfte, und daß ich alsogleich nach meiner Ankunft, in betreff Ihres Wunsches,an Jmmermann geschrieben. Weil ich befürchtete, daßein Brief von ihm Sie nicht mehr in Berlin antreffenmöchte, so schrieb ich ihm, daß er, im Falle er etwasschicken wolle, sein Manuskript bis Ende dieses Monats
igg