als geistlose Verirrung der Zeit. Man klagt, der Ruhmhabe mich verführt, diese leichten Sachen sorglos eilighinzuschreiben, so daß die Spur solcher Flüchtigkeitüberall sichtbar sei. Letzteres schrieb mir auch meinBruder aus Lüneburg, der in Hamburg viel Kritischesüber mich gehört haben will, z. B., daß ich kein Deutschverstände. Der Redakteur der Posener Zeitung, einPole, hat dieses ebenfalls behauptet in seinen Streit-schriften gegen mich. ?lm Rhein und in Westfalen,hör ich, sollen meine Tragödien zwar sehr viel gelesen,aber noch nicht so recht verstanden und goutiert werden.Desto mehr knoppert man behaglich an den Gedichten,über deren Rüdesse man noch allgemeine Klage führt.
Doch die Kastraten klagtenAls ich meine Stimme erhob;
Sie klagten und sie sagten;
Ich sänge viel zu grob.
Und lieblich erhoben sie alleDie kleinen Stimmelcin,
Die Trillerchen, wie Kristalle,
Sie klangen so fein und rein.
Sie sangen von Liebesschncn,
Von Lieb' und Liebeserguß!
Die Damen schwammen in TränenBei solchem Kunstgenuß.
Ich bin in Berlin ebenfalls sehr angegangenworden, bald etwas Großes wieder herauszugeben undhabe versprochen, nächste Ostermcsse 2 Bände zu liefern.In Bänken ist aber noch nichts außer Bagatellen; dochbin ich jetzt an einer großen Novelle, die mir sehr sauerwird. Sobald diese fertig ist, gehe ich an die Tragödieund dann an eine längst projektierte wissenschaftliche
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