sind. Ich bin froh, daß ich es nicht früher gewußt. Ichbitte Dich, schreibe mir ausführlich, was sie jetzt machen.Meine Adr. ist H. Heine, stucl. juris aus Düsseldorf inGöttingen. —
Grüße mir Moritz, ein Teil dieses Briefes ist auchan ihn gerichtet, ich denke oft und gern an ihn. Schreibemir bald und behalte mich lieb. Du glaubst wirklichnicht, wie sehr herzlich ich Dich liebe.
Dein Bruder
H. Heine.
68. An Moses Moser.
Gvttingen, den 17. Mai 18S4.
Ich bin in zweimal vierundzwanzig Stunden vonBerlin hergereist, Mittwoch um 6 Uhr hörte ich noch imWagen den lieben Ton Deiner Stimme und Sonnabendum 6 Uhr klangen schon in mein Ohr die ennuyantenLaute Göttinger Philister und Studenten. Ich mußtedurch Magdeburg reisen, ohne Jmmermann gesprochenzu haben. Die Post hielt sich dort nur eine halbe Stundeauf; ich hätte dort mehrere Tage liegen bleibenmüssen, wenn ich sie versäumte, und es drängte mich garzu sehr, hier wieder ans Arbeiten zu kommen. So bin ichnun hier und lebe ganz isoliert und höre Pandekten, undsitze jetzt auf meiner Kneipe mit der Brust voll unver-standener Sehnsucht und dem Kopfe voll von noch unver-standenerem juristischen Wischiwaschi. Ich befinde michziemlich gut, der Kops ist noch nicht ganz frei, aberwenigstens schmerzt er nicht. Ich gedenke für diesen
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