diesem: warum haben Sie mich nicht früher umgebracht?Wußten Sie denn nicht, daß ich krank bin? — usw. —Ich suchte die mißmutige Dame so gut als möglichzu trösten, und trillerte aus jean cle Paris: welch' Ver-gnügen gewährt das Reisen! Wie sie das störte, zog sichein allerliebstes wehmütiges Lächeln über ihr schönesVcrdrießlichkeitsgesicht, sie tobte nicht mehr so laut gegenden armen feinen Pelzrockherrn, und als dieser ihr baldden Arm bot, und sie zierlich nach ihrem Wagci.,aeleitete,wandte sie sich noch oft grüßend nach mir um, unv seufzteund trillerte: welch' Vergnügen gewählt das Reisen! —Diese Worte klingen mir heute den ganzen Morgenim Ohr, und deshalb erzähle ich die Geschichte. Wollteich aber von Berlin erzählen, so würde ich nicht so baldfertig werden. Nur so viel will ich Dir sagen, >aß ichdort noch bei den Leuten in hinlänglicher Liebe unst Ach-tung stehe. Die Leute haben sich auch nicht wenig ge-wundert, daß ich aus Arbeitsliebe das langweilige Göt-tingen statt des reizvollen Berlins zum Aufenthaltwählte. Noch mehr wunderte man sich, daß ich imstandewar, zur rechten Zeit wieder abzureisen, um hier keinKollegium zu verspäten. Ich habe in Berlin mancheschöne Stunde verlebt und viele geistige Anregung undErfrischung in mich aufgenommen, und diese Reise war
mir gewiß in jeder Hinsicht nützlich. —
Ich befinde mich jetzt nämlich so wohl, wie ich michseit Jahr und Tag nicht befunden habe. — Wenn es mirmöglich ist, werde ich heut noch nach Lüneburg schreiben.Was macht Onkel Salvmon Heine? — Ich erschraknicht wenig, als ich unlängst erfuhr, daß alle bei OnkelHeine so krank waren. Gottlob daß sie wieder hergestellt
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