ich, daß mit dem Abdruck dieser Einsendung nicht langegezögert werde, im Fall Sie kein Manuskript von Goetheoder Walter Skott liegen haben. Ich bedinge mir aus-drücklich acht Eremplare des Abdrucks der 33 Gedichte,und werde dieselben bei Ihnen abholen lassen. Ver-gessen Sie daher nicht, die acht Eremplare in derDruckerei zu bestellen. Ich habe sie durchaus nötig, mußsie an Freunde und Verwandte schicken.
Daß ich so selten etwas für den „Gesellschafter"einsende, liegt nicht an mir, sondern an meiner gegen-wärtigen Lage, wo ich von Krankheit und Jurisprudenzniedergedrückt werde. Das wird sich aber andern, undsein Sie überzeugt, daß ich mich immer für den „Gesell-schafter" interessieren werde. Ich wünschte wohl, daßsich derselbe auch für mich interessiere, und ich macheIhnen den interessanten Vorschlag, ob Sie mir nichtmeine heutige Sendung und die künftigen mit Ihremgewöhnlichen Honorare sogleich honorieren wollten.Ich überlasse das Ihrem freundlichen Ermessen mit demBedenken, ich sei das Gegenteil von einem Millionär.— Ich lebe hier sehr still, arbeite viel und werde un-ausstehlich gelehrt. So kann der Mensch sinken! —Halten Sie mich in gutem Andenken, loben Sie michauch bei Gelegenheit; denn gestern habe ich Sie auchgelobt, und es war im Ratskeller, und eine MengeStudenten, wovon jeder seine acht Krüge DoppelbierverMagen kann, waren gegenwärtig.
Leben Sie wohl, und sein Sie überzeugt, daß ichnie aufhöre zu sein.
Ihr Freund
H. Heine.
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