aus Unmut gegen das Deutsche meine Muse sich ihrdeutsches Kleid etwas fremdartig zuschnitt, ist wahr-scheinlich. Zu diesem Unmut haben tristige Gründe,gerechter Ennui Anlaß gegeben. Und dann die Don-quichotterie der Kerle! Ich sehe, ich bin selbst in denFehler verfallen, den ich gerügt, und bin ins aschgraueRasonnieren geraten und sollte doch lieber kurz zusammen-fassen, was ich zu sagen habe. Hören Sie also: ichreise nach Berlin, wenn ich mich Anfang nächstenMonats wohlbcfinde. Ich denke, daß es der Fall seinwird, widrigenfalls reise ich nicht. Es ist also bloß höchstwahrscheinlich. Wenn ich Ihnen also in Berlin etwasbesorgen kann, etwa in Ihren goethischen Umtriebenoder in Verlegerangelegenheiten, oder Erfragungen unddergleichen, so müßten Sie es mir bis zum 1. Aprilwissen lassen. — Dreiunddreißig Gedichte lasse ich imGesellschafter drucken, meistens sind sie Ihnen bekannt.Denken Sie mein Unglück, das Paketchen Seestücke habeich durch Hin- und Herpacken verloren, und ich habenur drei Stück aus dem Gedächtnisse — und wie hieltdas schwer! — erneuern können. Lachen Sie nicht, esist ein großes Unglück. — Ich aber habe gelacht undherzlich gelacht. Hören Sie mal, habe ich Ihnen nichtmal mitgeteilt ein groß Gedicht, es fängt an:
Am Werfte zu Kuxhafen
Da ist ein schöner Ort,
Der heißt „die alte Liebe",
Die meinige ließ ich dort rc. :c. :c.
Nun stehe ich auf „der alten Liebe" und betrachte denSturm, das Gewitter, die Schiffe usw. Es ist einfamoses Gedicht und ich kann trotz aller Anstrengung,
130