weil meine eigene Narrheit eine Kappe von andererFarbe hat, wir stehen in diesem Leben ernsthaft ge-schieden, aber dort oben sitzen wir brüderlich vereint undsingen:
Was ist des Deutschen Vaterland,Mit veilchenblauer Seide?
Ist's Prenßenland, ist's Schwabenland,
Mit Lust und Liebesfreudc?
Chor: Schönes, grünes Vaterland :c. u. :c.
Sie sagen in Ihrem Briefe, daß es mir so schwerwerde, mich des deutschen Wesens ganz zu entäußern.Obige Worte möchten Sie noch darin bestärken, daßdieses ein absichtliches Bestreben bei mir sei. Sie irrensich dennoch. Ich weiß, daßich einederdeut-schesten Bestien bin, ich weiß nur zu gut,daß mir das Deutsche das ist, was demFische das Wasser ist, daß ich aus diesemLebenselement nicht heraus kann, unddaß ich — um das Fisch gleichnis beizu-behalten — zum Stockfisch vertrocknenmuß,Wennich — umdaswäßri geGleich-nis beizubehalten — aus dem Wasserdes Deutschtümlichen herausspringe.Ich liebe sogar im Grunde das Deutsche mehr als allesauf der Welt, ich habe meine Lust und Freude dran,und meine Brust ist ein Archiv deutschen Gefühls, wiemeine zwei Bücher ein Archiv deutschen Gesanges sind.Mein erstes Buch ist auch in seiner Äußerlichkeit ganzdeutsch, damals war die Liebe zum Deutschen noch nichtin mir getrübt; mein zweites Buch ist nur innerlichdeutsch, doch fremdartiger ist seine Äußerlichkeit. Daß
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