erschienen und das mag Sie ausschließlich beschäftigen.Dennoch habe ich eine Nachricht für Sie, die Ihnen liebsein mag, nämlich: mit H. Heines Gesundheit bessert essich erstaunlich! Und dies verdanke ich dem ledernen,schweinsledernen, doppelschweinslcdernen Ritter Hugo,der von meinem Kopfe täglich 2 Stunden alle Geistes-anstrengungen verscheucht; und dieses ist mir wohltätig,sowie auch die freie Luft und das Göttinger Bier. Icharbeite viel und denke wenig. Ich lebe sehr obskur, solideund sogar tugendhaft. Oft denke ich an Sie, sehr oft,und es ist mir so sehr leid, daß Sie mich nicht im ge-sunden Zustande kennen lernen konnten. Ich habe Ihnenso wenig sein können und war auch in jenem trübenZustande gar zu wenig imstande, all das viele Erfreu-liche, das in Ihrer Persönlichkeit steckt und das mir erstgestern auf der Weender Chaussee ganz aufging, zu er-kennen, zu verdauen und zu genießen. Ja, ich merkees erst jetzt, Sie gehören zu den wenigen Menschen, diefür mich passen. Das übrige Volk ist zu dumm, zu klugfür mich, zu anspruchsvoll, zu sehr von oben herein. <—Ja, die Gesundheit regt sich, und mit ihr der alte Mut.Ich bin der alte Tannhäuser noch, und mit geheimnis-voller Melodie lockt es mich wieder nach dem wohl-bekannten Venusberge; und es ist sehr wahrscheinlich,daß ich in 4 Wochen die Ferien dazu benutze, einenSprung nach Berlin zu machen. Wie sehr ich des Nestesüberdrüssig war und ärgerlich ausgerufen:
O Venns, edle Jungfrau zart,
Ihr seid ein Teufclinne!
so zieht's mich doch wieder hin zu dem Wundcrbergc,„zu Venus, meiner Frauen zart". Ich habe wieder
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