Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
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nie in meiner Gegenwart zu sprechen und nie etwaszu fragen, hatte er noch nicht vergessen.

Hier habe ich nur wenige Bekannte, und die Pro-fessoren sind mir auch nicht besonders hold, weil ich,als ich hier konsiliert worden, den Mitgliedern des akad.Senats auf mokante Weise Abschiedskarten zuschickte.

Vis am Halse stecke ich in meinen juristischenStudien und es geht gut. Ich fand es so glücklich, daßich, obschon ich mitten im Kurs gekommen, doch einigeshören kann, wobei ich nichts versäumt habe.

Lebe wohl, schöne Frau, und behalte mich in gutemAndenken und schreibe mir oft. Meine Adresse istH. Heine, csnck. juris., auf der Rotenstraße bei WitweBrandißen in Güttingen. Grüße mir alle Bekannte,und schreibe mir wie es dort aussieht, und ob die Tortendieses Jahr in Hamburg gut geraten sind. Wenn Duwas gutes kochst oder bäckst, so heb es mir auf, bisich mal wieder dort bin. Aber Du selbst bist mir dochlieber als alle Torten auf dieser Erde, die Zitronen-tortc mit inbegriffen. Ich möchte Dir gerne mehrschreiben, aber in meinem Kopfe ist es zu trübe und ichkann es ja doch nicht ausdrücken wie herzlich Dir er-geben ist

Dein Bruder

H. Heine.

59. An Moses Moser.

O weh! Göttingen, den 2. Februar 1824.

Ich bin jetzt schon neun Tage hier, d. h. dieLangeweile verzehrt mich schon. Aber ich Hab es ja selbst

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