Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
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genoß ich dort. Die Leute haben zwar alles aufgeboten,um mir das Nest angenehm zu machen, namentlich zu-letzt. Ich habe die Reise ohne besondere Vorfälle ab-gemacht. Die Lüneburgcr Heide ist ein Drittel von derEwigkeit und hat mich hinlänglich gclangweilt und ausLangeweile machte ich Verse, auch Verse an Dich ge-richtet, welche ich Dir vielleicht mal mitteile. Es sindnur ein paar Strophen. Aber ich habe Dich lieb unddenke beständig an Dich.

In Hannover brachte ich drei Tage zu, und Habeine schöne Frau kennen gelernt, und war liebenswürdig,nämlich ich! Auf meiner Herreise von Hannover hatteich schlechtes Wetter, es schneite, als wenn die sämtlichenhimmlischen Heerscharen ihre Federbetten aus michherabschüttcltcn, und obendrein saß ich auf halboffenemBeiwagen, neben dem Schirrmeister, dessen roterPurpurmantel allmählich zum Hermelin wurde. Undich dachte an Dich, und ich ließ es in Gottesnamenfortschneien, und als Trarah! Trarah! der Jungeauf dem Briefpostwägclchen vorbeirollte, wurde mir dasHerz bewegt, und ich dachte, der hat gewiß Briefe, die indrei Tagen zu Hamburg sind, und ich beneidete dieBriefe. Schlafend bin ich in Göttingcn angelangt. Was bedeutet das?

Als ich des andern Morgens im Wirtshaus amFenster stehe, sehe ich meinen alten Stiefelputzer vorbei-gehen, und ich rufe ihn herauf, und der drollige Kerl kommt,ohne ein Wort zu sprechen, und putzt meine Kleider undStiefel ohne ein Wort zu sprechen, und geht fort undzeigt nicht die mindeste Verwunderung, daß ich 3 Jahrevon Göttingen abwesend war, und mein altes Verbot,

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