mir ein paar Studierschlingel, erzdumme Kerle, ange-schafft, mit denen ich kneipe, die mich umgeben, wennich vom Arbeitstisch aufstehe, die gleichsam keinem ver-nünftigen Gedanken den Zugang zu mir gestatten,die gleichsam meine Palladine sind und mich alsPrimus inter pares verehren. Die Kerle sprechenvortrefflich über Eier und Käse und ihre Konver-sation ist mir wahrlich lieber als das ästhetische Tee-gewäsche in der Hauptstadt der Brennen. — Ich befindemich nicht ganz schlecht und befinde ich mich mal ganzgut, so will ich auch wieder einige unsterbliche Versemachen. — Ich werde mir Mühe geben, daß ich hiernicht von der poetischen Seite bekannt werde, und wermir vom Ratcliff spricht, dem stürze ich einen dummenJungen. Überdies zweifle ich, ob man hier noch einenanderen Heine kennt als den Philolog dieses Namensauf dem Weender Kirchhof. —
Leben Sie wohl, behalten Sie mich lieb, grüßenSie mir alle Bekannte, und seien Sie überzeugt, daß ichnie aufhöre zu sein
Ihr Freund
H. Heine.
58. An Charlotte Embken.
Göttingen, den 31. Januar 18S«.
Liebe süße Schwester!
Ich hoffe, daß Dich diese Zeilen im vollen Wohl-sein antreffen werden. Was mich betrifft, so geht esmir besser als früher. Ich glaube Lüneburg muß eineschlechte Luft haben; fast keine ganz gesunde Stunde
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