würden ihm nichts nachgeben. Bei mir ist das anders,ich gebe den Leuten gern recht, wenn sie nur gut sind;und im Grunde haben auch alle Leute recht! Meyerist mir noch interessanter seitdem ich seine Schwestergesehen. O die Jochma! Die schöne Oase in der Lüne-burger Wüste! Ich sehe, Ihnen schwebt die Frage aufder Zunge, ist die Zwicker schöner! O wie wollte manein inniges indisch-durchsichtiges Mondscheingemälde ver-gleichen mit dem sieghaften Sonnenaufgang aus derRosenebene zu Schiras! Wie kann man Sakontalavergleichen mit der unvergleichlichen Zoraide in ihremgoldenen Harem! O die Sultanin zu Lüne, wie ist sieschön! Nur Dschami könnte dieses beschreiben! Ichmüßte durchaus bei Eichhorn ein Privatissimum im Per-sischen nehmen, wenn ich mich an einer solchen Be-schreibung versuchen wollte! — Genug des Unsinns —ich will nur sagen, daß ich Sie beneide, die schöne Frauoft zu sehen. In diesem schönheitsdürftigen Göttingenwerde ich noch lange zehren müssen von der bloßen Er-innerung an Sakontala und Zoraide. Bitte! vergessenSie nicht das Bewußte nach Berlin einzuschicken. Sonstblamiere ich mich wahrhaftig und es ist mir überdieshöchst nützlich. — Ich sitze hier schon ganz eingerichtetund atme Pandektcnluft und Langeweile. — Letzteretreibt mich zum Arbeiten und ich hoffe was los zukriegen. Ich wohne, oder besser, meine Adresse ist:H. H. stuä. f uris bei Witwe Brandißen auf der RotenStraße zu Göttingen.
Ich kenne hier niemand, außer die paar Professoren.Sartori kann noch immer kein deutsch sprechen undBeneke lächelt noch immer so ledern wie sonst. Ich Hab
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