hört, und zwar, sonderbar genug, durch einen altenJuden, bei dem ich einige Dukaten verwechselte. Dieserhatte es von einem Hühneraugenoperateur gehört, welcherdirekt von Berlin gekommen, und sich dort selbst über-zeugt hat, daß der „Paria" pari steht mit Schillers undGoethes Werken. Ich bin halb neugierig, lieber Moser,Dein Urteil über das Stück zu hören, an welchem Dugewiß großen Anteil genommen hast, da M. Beer ebensogut als Fränkel zu Deinen Repräsentanten gehört. Ichkenne das Stück schon längst, da der Verfasser mir das-selbe selbst vorgelesen. Es hatte mir gut gefallen, undhätte mir noch besser gefallen, wenn ich damals nichteine gar zu genaue Kenntnis von Indien und indischemGeiste gehabt hätte. Fatal, höchst fatal war mir dieHauptbeziehung des Gedichts, nämlich daß der Pariaein verkappter Jude ist. Man muß alles aufbieten,daß es niemand einfalle, letzterer habe Ähnlichkeit mitdem indischen Paria, und es ist dumm, wenn man dieseÄhnlichkeit geflissentlich hervorhebt. Am allerdümmstenund schädlichsten und stockprügelwertestcn ist die saubereIdee, daß der Paria mutmaßt: seine Vorfahren habendurch eine blutige Missetat ihren traurigen Zustandselbst verschuldet. Diese Anspielung auf Christus magwohl manchen Leuten gefallen, besonders da ein Jude,ein Wasserdichter, sie ausspricht. (Du n'oses pss ms!Interpreter cette expression: ein Jude, ein Wasser- ,dichter, tbat vill not sa^ a jerv vlio is a vvaterpoet,b >ut a sevv rvlro is not ^et bsptixeck, a rvster -prool-jeve!) Ich wollte, Michel Beer wäre getauft, undspräche sich derb, echt almansorig, in Hinsicht desChristentums aus, statt daß er dasselbe ängstlich schont
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