sichtige, kann Ihnen Moser sagen, der weiß es ebenso
gut, als ich selbst.
Von Ihnen verlange ich, daß Sie mir gewogenbleiben. Vielen Menschen bin ich jetzt bekannt, aberwenige sind mir gut. Am Rhein, wie mir mein Oheimschreibt, haßt man mich sogar. Was hat man Ihnenüber mich von Hamburg geschrieben? Bitte, bitte, bitte,sagen Sie es mir doch! Sie äußerten sich so mysteriös.
Leben Sie wohl und vergessen Sie nicht Ihrenergebenen
H. Heine.
52. An Charlotte Embden.
Lüneburg, den 8. Dezember 1823.
Liebe kleine Seele!
Ich habe Dir lange nicht geschrieben, weil ich nochimmer Antwort auf einen meiner letzten Briefe von Direrwartete. Ich hätte mich freilich nicht daran kehrenund doch schreiben sollen, aber ich habe doch eine guteAusrede. Überdies bin ich zu mißmutig um etwasHeitres zu sagen, und Du weißt, wenn ich meine düstereStunde habe, so laß ich mich nicht vor Dir sehen. Dusollst mich immer rosenrot sehen, und sollst mich liebhaben. O, wie freut mich die Nachricht, daß Du baldherkommst! Ich höre Dich schon: wau, wau! Ich küsseschon im Gedanken die lieben Töne. — Es freut michauch Moritz zu sehen. Ich muß ihm wohlwollen, wennich höre, daß er Dich so sehr liebt, wie Vater nicht genugerzählen kann. O wie schön ist es, wenn Ihr beide
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