Gegenteil hätte ich ja sonst in der Zeitung gelesen. Ichbefinde mich immer noch nicht ganz wohl, obwohl meineVergnügungsreisen diesen Sommer und der Gebrauchdes Curhavener Seebades meinen Gesundheitszustanderstaunlich verbessert. In Hamburg habe ich Ihrenlieben Brief richtig erhalten. Die Einlage habe ichnicht besorgen können, da der Do. B. ssch nicht in Hain-burg befindet, und kein Mensch dort von ihm weiß undwissen will. Sein Ruf ist schlecht, und zwar sehr schlecht.Ich bemühte mich vergeblich, Ihnen einen HamburgerKorrespondenten zu schaffen. Lebrün hatte endlich denAuftrag dazu übernommen, versprach den ProfessorZimmermann als Hamburger Theaterrezensent für den„Gesellschafter" zu gewinnen, ist wahrscheinlich nichtdazu gekommen, und hat, wie ich später erfuhr, denDe. Bärmann ergriffen. Dieser aber gefällt mir nichtsonderlich, und ich habe bei meiner zweiten Durchreisedurch Hamburg einen Or. Wolff aus Ihr Bedürfnisaufmerksam gemacht.
Ich habe in Hamburg mit Vergnügen das Theaterbesucht; ich glaube nicht, daß die Chinesen ein bessereshaben. Ihren Schwager Lenz, ein alter Bekannter vonmir, habe ich gesprochen. Einige neue Bekanntschaftenhabe ich gemacht. Viele erkundigten sich nach Ihnen,Sie sind auch in Hamburg berühmt! Den großen Lötzhabe ich nicht besucht. Bei meinem goldenen Oheimhabe ich eine gute Aufnahme gefunden. Den Kom-ponisten Methfessel habe ich kennen gelernt; ichachte ihn ganz erstaunlich hoch, und wünsche, daß Siebeifolgende paar Zeilen, die ich über ihn geschrieben, im„Gesellschafter" abdrucken lassen.
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