mir abgesagt und widersagt. Von der großen liebenRotte, die mich persönlich nicht kennt, will ich gar nichtsprechen. —
Unterdessen sind meine Familien- und Finanzum-stände die schlechtesten. Du nennst mein Verfahrengegen meinen Oheim Mangel an Klugheit. Du tust mirunrecht; ich weiß nicht, warum ich just gegen meinenOheim jene Würde nicht behaupten soll, die ich gegenalle andere Menschen zeige. Du weißt, ich bin keindelikater, zartfühlender Jüngling, der rot wird, wenner Geld borgen muß, und stottert, wenn er von dembesten Freunde Hülse verlangt. Ich glaube, Dir braucheich das nicht zu beschwören, Du hast es selbst erlebt, daßich in solchen Fällen ein dickhäutiges Gefühl habe, aberich habe doch die Eigenheit: von meinem Oheim, derzwar vieleMillionen besitzt, aber nicht gern eincnGroschenmißt, durch keine freundschaftliche und gönncrschaftlicheVerwendungen Geld zu erpressen. Es war mir schonfatal genug, das mir zugesagte Geld für das Jahr 1824zu vindizieren, und ich bin ärgerlich, über diese Geschichteweiter zu schreiben. Ich danke Dir für Deine freund-schaftliche Bemühung in dieser Sache. Ich bin mitmeinem Oheim übereingekommen: daß ich nur 100 Louis-dor zum Studieren von Januar 1824 bis1825 von ihmnehme, weil ich darauf gerechnet habe, und daß erübrigens sicher sein könne, von meiner Seite nie in Geld-sachen belästigt zu werden. Für solche Genügsamkeitbin ich auch dadurch belohnt worden, daß mein Oheimmich in Hamburg, wo ich viele Tage auf seinem Land-hause verbrachte, sehr ehrte und sehr auszeichnete undgnädig ansah. Und am Ende bin ich doch der Mann
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