zension im „Freimütigen" gelesen!!! Auch im „Konvcr-sationsblatt" steht eine Rezension, die ich zufällig zuGesicht bekam. Ich höre, meine Gedichte sind aufs neuein einer Literaturzeitung rezensiert. Ich möchte es gernlesen, und Du tust mir aus besonderen Gründen denallergrößten Gefallen, wenn Du mir diese Rezension ab-schreibst und herschickst, und zwar bald. Überhauptschreibe mir gleich, wo Du etwas über mich liest. DiePost geht ab. Leb wohl, künftig mehr.
37. An Joseph Lehmann.
Lüneburg, den 2«. Juni 182Z,
Sie haben mich durch Ihren Brief und die mit-geteilten Blätter sehr erfreut. Was darin über dasCharakteristische meiner Poetereicn überhaupt gesagt ist,fand ich sehr schön und erquicklich.
Wie befindet sich Mademoiselle Sobernheim? Ichbcdaure wirklich recht sehr, in diesem Augenblicke nicht inBerlin zu sein, und ich gebe Ihnen den Auftrag, dasliebenswürdige Mädchen recht herzlich von mir zu grüßen.Sie gehört zu den schönsten, d. h. erfreulichsten Bekannt-schaften, die ich in Polen gemacht. Sie wissen ja, lieberLehmann, ich ging dort auf die Jagd nach reinen, ge-sunden Menschennaturen, die ich gut herauszufinden ver-stehe, da mir das Unreine und Kranke so genau bekanntist. Ich habe immer unter Jüdinnen die gesundestenNaturen gesunden, und ich kann es Gott Vater gar nichtverdenken, daß auch er an einer Jüdin Wohlgefallen fand.
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