Dir zusammen zu leben. Geben die Götter, daß dieserWunsch in Erfüllung gehe! Hamburg? Sollte ich dortnoch so viele Freuden finden können, als ich schonSchmerzen dort empfand? Dieses ist freilich unmöglich —Glücklicherweise ruft mich hier mein Bruder zuTische, und statt mit einer Sentimentalität schließe ich hierden Brief mit dem Vorgefühle eines guten Mittagessens.
36. An Moses Moser.
Lüneburg, den 24. Juni 1823.
Den 22. habe ich mit meiner Familie auf demZollenspiker der Vermählung meiner Schwester bei-gewohnt. Es war ein schöner Tag der Festlichkeit undEintracht. Das Essen war gut, die Betten warenschlecht, und mein Oheim Salomon war sehr vergnügt.Ich glaube, ich werde in der Folge aus ziemlich gutenFuß mit ihm kommen; äußerlich leben wir auf demallerbesten, er kajoliert mich sogar öffentlich. Mitmeinem Oheim Henry Heine bin ich ebenfalls in guteVerhältnisse getreten. Ich reise in acht oder zehn Tagennach Hamburg, und bleibe dort acht Tage; Du brauchstjetzt kein Geheimnis daraus zu machen. Die Post gehtgleich ab. Ich Hab noch nicht Deinen Mantel abgeschickt,es soll aber dieser Tage geschehen. Was sagst Du zudieser Faulheit? Die Bücher und den Koffer habe ichjetzt erhalten. Von Lehmann habe ich bei meiner Zurück-kunft gestern Brief gefunden. Sage ihm, daß ichihm dieser Tage schreibe. Ich habe die Re-
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