Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
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Tagen reise ich nach der Hochzeit meiner Schwester, diezwischen hier und Hamburg stattfindet. Bald darauf

sage und schreibe es aber keinermenschlichen Seele reise ich auf 8 Tage nachHamburg.

Ich habe hier ein Stück des Briefes abgeschnitten,weil eine zu heftige und für einen Brief nicht ziemlicheÄußerung mir entschlüpft ist. Mit meinem Oheim steheich noch nicht auf dem Fuße, auf dem ich zu stehenwünschte, um mit Sicherheit feste Lebenspläne für dieFolge entwerfen zu können. Erst nach meiner Zurück-kunft von Hamburg kann ich Dir in dieser Hinsichtetwas Bestimmteres sagen. Wenn ich kann, suche ichnoch einmal nach Berlin zu kommen und Dich und meineübrigen Freunde zu umarmen. Ich werde Cohen inHamburg besuchen. Von Dir erwarte ich, daß Du mirschreibst (aber kurz), wie ich in Hinsicht des Vereinesmich dort zu betragen habe, wen ich dort besuchen kann,und dergleichen. Kann ich dort einen bestimmten Auf-trag des Vereines ausführen, der sich auf ein schon inBerlin Besprochenes gründet, so will ich ihn gern über-nehmen. Ich freue mich, die Monas wiederzusehen.Du kannst doch an Gans sagen, daß ich auf acht Tagenach Hamburg reise, vielleicht fällt es ihm ein, daß ichdort etwas tun kann; nur soll er es nicht hinschreiben.

Hamburg wird viele schmerzliche Erinnerungen inmir aufregen, doch wird es von großem Nutzen sein, daßich Hinreise.

Ein mir feindliches Hundepack umlagert meinenOheim. Ich werde vielleicht Bekanntschaften in Ham-burg machen, die in dieser Hinsicht ein Gegengewicht

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