Günstige Umstände haben, in der letzten Zeit, meineEltern und auch meine Geschwister mit so viel Erfreu-lichem und Behaglichem umgeben, daß ich auch für micheiner heiteren Zukunft entgegensehen würde, wenn ichnicht wüßte, daß das Schicksal gegen deutsche Poetenseine bösen Rücken selten unausgeübt läßt. Ich kannIhnen, lieber Varnhagen, über meine nächste Lebens-weise doch noch nichts Bestimmtes sagen, da ich erstnächste Woche, am Hochzeitstage meiner Schwester,meinen Oheim, von dem manches abhängt, sprechenwerde. Führt dieses zu keiner Bestimmtheit, so finde ichsolche in Hamburg, wohin ich bald nach der Hochzeit zureisen gedenke, obschon durch den Anblick dieser Stadtdie schmerzlichsten Empfindungen in mir aufgeregtwerden. Ich bin dort so frei Ihr Briefchen IhrerSchwester zu übergeben. Ich werde dort auch denDr. Ulrich finden, der mir nützlich sein kann; ich beab-sichtige dort viele Bekanntschaften zu machen, wovonvielleicht eine oder die andere mir durch Vermittlungin der Folge von Wichtigkeit sein mag. Obschon diesesfür mich bekanntschastsscheuen Menschen durchaus nichtamüsant ist, so ratet mir doch die Klugheit, der Sicher-heit in der Folge wegen dergleichen nicht zu übersehen.Haben Sie, Herr von Varnhagen, einen Freund in Ham-burg, dessen Bekanntschaft mir in dieser Hinsicht nützlichsein möchte, so wär' es mir lieb, wenn Sie mir solchevermittelten. Ich werde überhaupt jetzt anfangen sehrbesonnen und politisch zu werden. Das gefürchtete Miß-verständnis in betreff meines Oheims finde ich bestätigt,nur meine Eltern scheinen es nicht zu merken. Indessender Erfolg des Buches mildert und besänftigt. Die
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