ich habe diesen Winter fast gar nichts anderes getan, ials den nicht semitischen Teil Asiens studiert, im Schelling iund Hegel etwas gelesen, Chroniken durchstöbert undmich erfrischt an der reinen Schönheit, die mir entgegen-hauchte aus den Geisteswerkcn der Griechen. 3em-piterns solatia zeneris llumsni nennt sie der alte WolfFür Gesellschaft war ich ungenießbar, gedichtet Hab ichwenig, mein historisches Studium hat noch weniger ge-wonnen, und am allerwenigsten mein „HistorischesStaatsrecht des germanischen Mittelalters". Letztereswar diesen Sommer fast zum Drucke bereit, aber dievielen Ideen, die ich aus dem Studium Asiens gewonnen,sowie auch das Beispiel der Art, wie Gans sein Erbrechtbehandelt, und vorzüglich philosophische Anregungen vonMoser machten, daß ich den größten Teil meines Buchesdem Feuer übergab und das Ganze in Paris, und zwarin französischer Sprache, aufs neue schreiben werde. —Daß Dir mein Memoire über Polen gefallen, das istsehr edel von Dir. Von allen Seiten hat man meinerscharfen Auffassung Polens großes Lob gezollt, nur ichselbst kann in dieses Lob nicht einstimmen. Ich wardiesen Winter und bin noch jetzt in einem zu elenderZustande, um etwas Gutes zu Tag zu fördern. Dieser !Aufsatz hat das ganze Großherzogtum Posen in Be-wegung gesetzt, in den Posener Blättern ist schon dreimal !so viel, als der Aufsatz beträgt, darüber geschrieben, d. h. !geschimpft worden, und zwar von den dortigen Deutschen, !die es mir nicht verzeihen wollen, daß ich sie so treu ge-schildert und die Juden zum riers erst Polens erhoben.— Meine Gedichte sind in Westfalen und am Rhein ^noch immer Gegenstand der Aufmerksamkeit, und ich höre
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