Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
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als möglich erhalte, eben weil sich im Kinde alles ab-spiegelt: die Mannheit, das Alter, die Gottheit, sogar dieVerruchtheit und die Konvenienz. Ihr Sie liebender

H. Heine.

22. An Christian Sethe.

Berlin, den Lt. Januar 18SS,

Lieber Christian!

Ich sollte Dir eigentlich gar nicht schreiben, ebenweil ich Dir alles schreiben müßte. Außerdem kannstDu es Dir wohl selbst vorstellen, wie ich jetzt lebe undgestimmt bin. Du bist nicht mehr hier. Das ist dasThema, alles übrige ist Glosse.

Krank, isoliert, angefeindet und unfähig, das Lebenzu genießen, so leb ich hier. Ich schreibe jetzt fast garnichts und brauche Sturzbäder. Freunde Hab ich fastgar keine jetzt hier; ein Rudel Schurken haben sich aufalle mögliche Weise bestrebt, mich zu verderben, ver-binden sich mit alten Titularfreunden usw. MeineDramen werden gewiß in sechs bis acht Wochen er-scheinen. Dümmler wird sie wahrscheinlich verlegen.Ich schicke Dir mit der nächsten Post meinen Aufsatz überPolen, den ich für Breza und unter dem Wasser derSturzbäder geschrieben, und den Professor Gubitz aufschändliche Weise mit Surrogatwitzen verändert und dieZensur tüchtig zusammengestrichen. Dieser Aufsatz hatmich bei den Baronen und Grafen sehr verhaßt gemacht;auch höhern Ortes bin ich schon hinlänglich angeschwärzt.Teile doch Jmmermann das Stück mit, wo von seiner

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