Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
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Ich freue mich wie ein Kind auf das Erscheinen meineseigenen Buches; eben weil so viel infames Gesindel michanfeindet. Warten Sie nur, auch Ihnen werden dieStiefkinder der Muse auf den Hals rucken. Auf IhrenErwin", sagt man mir, wird heillos geschimpft; IhrPetrarcha" aber soll unter aller Kritik sein. Ich habeden Grundsatz angenommen, alles zu ignorieren, wasman über mich schimpft und schimpfen wird. Ich weiß,es hat sich ordentlich eine Sozietat gebildet, die syste-matisch durch schnöde Gerüchte und öffentliche Kotbe-werfung mich in Harnisch bringen will. Einliegend einPröbchen aus demFreimütigen". Scheint mir voneinem armen Edelmann, namens Uechtritz, herzurühren,der geglaubt hat, als das einzige dramatische Licht derZeit, sobald er auftrete, angebetet zu werden, und dermir die geheime Bosheit nicht verzeihen kann, daß ichin seinen Gesellschaftskreisen die Existenz eines Immer-mann verkündigte. Ich kann mir's denken, daß Sie beiIhrer Gesundheit über Misere und Witzmangel lachenwürden.

Ihre Schrift über Goethe und Pustkuchen habe ichnochmals gelesen und nicht genug bewundern können.Sie verdienen die größte Würdigung. Ein Gleichgesinn-ter wird diese bald im Literaturblatt desMorgenblatts"aussprechen. Leben Sie wohl, gedenken Sie meinermit Wohlwollen. Wenn Sie mich aus einzelnen Aus-drücken und Beschwernissen für einen Kleinlichkeits-krämer halten, so will ich Ihnen gern gestehen, daß iches bin. Vielleicht rührt's her von meinem Gesundheits-zustand, vielleicht aber weil ich noch so halb Kind bin.Es ist ein Kniff, daß ich mir gern die Kindheit so lang

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