werden Sie in seiner Anzeige im „Gesellschafter" lesen.Gr läßt Ihnen sagen, daß Sie es doch nicht unterlassenmöchten, an Goethe und an Tieck ein Eremplar derselbenzu schicken. Wir haben vorgestern abend viel von Ihnengesprochen; auch Herr v. Varnhagen verspricht stch vielvon einer Zeitschrift, worin Sie einen Teil der kritischenGerechtigkeitspflege ausüben. Ich interessiere mich gernfür dieses Projekt; doch kann ich in betreff literarischerArbeiten keine bestimmte Zusagen machen; von meinemGesundheitszustände wird alles abhängen. -— Mit Freudehabe ich Ihre lieben Worte über meine Poetcreien ge-lesen; Ihre schöne Freimütigkeit beweist mir, daß Siees gut mit mir meinen. Sobald ich Ihnen in Hinsichtder Verlegerangelegenheiten tröstlichere Bescheide mit-teilen kann, schreibe ich Ihnen; das Ihnen heute Gesagtemag Ihnen dienen zu einem politschen Verhalten gegenIhren jetzigen Verleger. Or. Schulz ist mir immer sehrwacker und brav vorgekommen. — Grüßen Sie Setherecht freundschaftlich; sagen Sie ihm, daß ich ihn sehrvermisse. — Von ganzer Seele ist Ihnen gut
H. Heine.
21. An Karl Jmmermann.
Berlin, den St. Januar t8S3.
In betreff der Verlegerfrage habe ich, bester Jmmer-mann, Ihnen einen Nachtrag zu meinem letzten Briefezu geben. Herr v. Varnhagen schreibt dieser Tage anBrockhaus in Leipzig, daß er Ihnen den Rat zukommenlasse, sich in Verlagsangelegenheiten an ihn zu wenden.
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