in jeder Hinsicht meine unbeschränkte Achtung verdientund der gewiß mehr wert ist, als alle jene Herren, dieihn, den Mosaisten, aus christlicher Liebe gehöriganfeinden. Seine Tüchtigkeit der Gesinnung setze ichfast höher als die Gelehrsamkeit, wovon er öffentlicheBeweise gegeben, und die, so viel ich das Wissen einesMenschen zu beurteilen vermag, nicht vom gewöhnlichenSchlag ist, da Or. Gans gründliche Kenntnisse besitzt,mit scharfem Selbstdenkerblick in die Wissenschaften ein-dringt und überall überraschend neue und gute Ansichtenzutage fördert. Gans hat, weil ich vielleicht wenig Blößengegeben, eine zu günstige Meinung von meiner Gelehr-samkeit, und machte mir den Vorschlag, mit ihm undnoch einigen anderen eine Berliner kritische Zeitschriftfür Rechts- und Staatswissenschaft herauszugeben; in-dem er mir, bei dem fühlbaren Mangel einer wirklichenLiteratur-Zeitung in Berlin, das Gedeihen einer solchenZeitschrift wahrscheinlich machte, und sich erbot, für Ver-leger usw. zu sorgen, so daß ich bei der Sache nichts zuriskieren hätte, als einige Rezensionen staatswissenschaft-licher Werke. Wie Sie es von meiner Ehrlichkeit er-warten können, lieber Keller, gestand ich ihm, wie wenigzu einem solchen Vorhaben meine Kenntnisse hinreichendsein möchten, und ich versprach ihm, Sie, den tüchtigenStaatswissenschaftler, für dieses Unternehmen zu ge-winnen. Ich bitte Sie daher, mir Ihre bestimmte Ge-sinnung darüber zu erkennen zu geben. Im Fall Siemeinen Antrag, Mitherausgeber jener projektierten Zeit-schrift zu sein, genehmigen, so wünscht Gans, daß Siemir bald melden, welche Federn Sie als Mitarbeiter derZeitschrift zu gewinnen gedächten, und überläßt diese
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