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1 (1906)
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dichte wegen der Anzeigerschen Korrespondenz gemiß-handelt worden, und habe dadurch erlangt sc» vsmlas),daß ich im Anzeiger gepriesen wurde. Die Rezensionvon Jmmcrmann hat mich fast zu Tränen gerührt. Ichstutze wirklich, daß man mich inMünstcram tiefstenbegriffen. Überhaupt die Empfänglichkeit, diemeine Landsleute für meine geringe Talente gezeigt, unddie G r ü n d l i ch k e i t, womit man dieselben beurteilt,hat mich sehr gefreut; um so mehr, da hier alles Gefühltäglich mehr abgestumpft wird und die Rezensenten fastdie Schriftsteller an Flachheit übertreffen. Schlum-berg und Stuhr seh ich wenig. Letzterer hat sich nichttotgeschossen. Ich gehe wenig aus. Bei dem Ochs seineFrau war ich lange nicht. Den Ochsen seh ich oft inder Börsenhalle. Dort pflegt er Exzerpten aus dem An-zeiger zu machen. Gegen das, was über mich gesagtworden, wird er gewiß einen Witz loslassen. Er willdurchaus das poetische Gleichgewicht in Westfalen er-halten. Er ärgert sich über die gottlosen Gedichte,die ich jetzt im Gesellschafter abdrucken lasse. Ihr HeftdcsAnzeigers habe ich ihm schon vor sechsWochen gegeben.Haben Sie es noch nicht zurück. Hier ist alles tot-still. Der Diplomat ist, wie vorauszusehen war, cr-gekniffcn und hat viele Schulden hinterlassen. DasZcnsuredikt gegen Brockhaus ist erneuert. Ihr Aufsatzüber Baranthe steht im neuesten Heft des Hermes.Hier ist man für Fonk, wie Sie wohl denken können.Ich hoffe, daß mein Brief richtig ankomme, denn IhreAdresse Hab' ich wieder vergessen. Ich bin wieder aufsneue ausgezogen und wohne: Mauerstraße Nr. 51.Nicht wahr, ich habe heute keine Mädchenhandschrift?

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