Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
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Nr. 4 meine Tragödie.

Nr. 5 eine olls potriäa von Familie, Wahrheit,französische Revolution, Menschenrechte, Lessing, Herder,Schiller usw. usw. usw.

Mit Nr 3 hat es jetzt seine eigene Bewandtnis.Ich werde Dich noch immer lieben; das hängt nicht vonmir ab. Letztere Erfahrung habe ich längst gemacht.Aber Freunde können wir nicht bleiben.

Ich erkläre Dir: daß ich vom 15. April an DeinFreund nicht mehr sein werde, daß ich mich alsdann allerPflichten gegen Dich entbinde, und daß Du alsdann nurAnsprüche an konventioneller Höflichkeit und Urbanitätmachen kannst. Sollte es der Fall sein, daß Du, obschonich es nie ganz glauben konnte, mein Freund wärest, soentbinde ich Dich ebenfalls aller Pflichten derselben fürdie Folge; nach den Gesetzen des Völkerrechts zwischenehemaligen Freunden erwarte ich, daß Du nichts von alldem sprichst, was ich mit Dir vor dem 15. April ge-sprochen, und wovon ich vielleicht wünschte, daß es keinanderer erfahre. Aber was ich nach dem 15., ich glaube,der ist schon morgen, mit Dir spreche, das kannst Du jedemsagen und auch an Klein sagen, und Klein mag's wiederan seinen Bruder, und der an seine Clique, und diese anBerlin, und Berlin an ganz Deutschland sagen. Essteht Dir alsdann auch frei, mich, den gelehrtesten derjetzt lebenden Menschen, als unwissend, dumm und kennt-nislos allgemein zu verschreien, nur bitte ich immer dabeizu sagen: daß wir keine Freunde mehr sind, damit dieLeute wissen, was sie von Deinem Urteil zu halten haben.Ich glaube gewiß, und gebe Dir mein Wort drauf, ich

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