Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
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ich ein Deutscher bin, und drittens kann jetzt von Dank-barkeit gegen Ew. Wohlgeboren bei mir nicht dieRede sein, weil ich jetzt glaube, daß ich selbstDichter bin.

Den beiliegenden Band Gedichte übersende ich Ew.Wohlgeboren bloß, weil ich eine Rezension derselben imlit. Blatte zu sehen wünsche.

Ich gewinne viel, wenn die Rezension gut ausfällt,d. h. nicht gar zu bitter ist. Denn ich habe in einemhiesigen lit. Klub gewettet, daß Hofrat Müllner michparteilos rezensieren wird, selbst wenn ich sage, daß ichzu seinen Antagonisten gehöre.

14. An Christian Sethe.

Berlin, den 14. April 1822.

Lieber Christian!

Du weißt, ich schreibe selten Billette; drum macheDich darauf gefaßt, etwas Höchstwichtiges, vielleichtauch Höchstvernünftiges zu lesen.

Ich habe mir diese Nacht, als ich nicht schlafenkonnte, recht vieles überlegt, und Hab mir alles auf-gezählt, was ich liebe; und das ist:

Nr. 1 ein weiblicher Schatten, der jetzt nur nochin meinen Gedichten lebt.

Nr. 2 eine köstliche Idee, die in dem Polen steckt.Nr. 3 einen Menschen, den ich mir bisher in D i rgedacht.

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