Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
35
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geboren, daß mir das gute Werk am Herzen liegt. Ichwürde zur Beförderung desselben diesmal eine beträcht-liche Einsendung machen, wenn nicht just alle meine vor-züglichsten Gedichte in einer geschlossenen Sammlungenthalten waren, die jetzt in der Presse ist und im Verlagder Maurerschen Buchhandlung unter dem TitelGe-dichte von H. Heine" nächsten Monat erscheinen wird.Ja, ich befürchtete, daß der Almanach wieder so spät er-scheinen möchte, daher hielt ich es nicht für ratsam, etwaszu schicken, was in jener Sammlung enthalten ist.

Vor vier Wochen schrieb mir mein Freund Rousseau,daß Ew. Wohlgeboren für die Dichtergalerie bio-graphische Notizen über mich von ihm verlangt haben.Ich untersagte es ihm ernstlich, diese zu geben, aus demeinfachen Grunde: weil ich es jetzt noch gar nicht wertbin, als Dichter genannt zu werden, und erst durch Werkebeweisen muß, daß es mir mit der Poesie gar besondersErnst ist, und weil ich zweifle, ob Rousseau meine äußernVerhältnisse kennt. Ist daher die Notiz über mich nochnicht gedruckt, so bitte ich, sie zu streichen; ist es indessendoch der Fall, so erbitte ich mir die Kopie davon. Später-hin schrieb mir Rousseau, daß mein Verbot zu spät kam.

Wenn Ew. Wohlgeboren wünschen, etwas vonmeiner Persönlichkeit dem Namensverzeichnisse des Al-manachs beizufügen, so bitte ich, bloß von folgenderNotiz Gebrauch zu machen:

H. Heine, 24 Jahre alt, geboren in Düsseldorf,erhielt im dortigen Gymnasium seine Schulbildung,studierte Jurisprudenz in Göttingcn, Bonn und Berlin,woselbst er jetzt lebt."