gewollt, und war nicht viel klüger als der Junge, derzufällig seine Schuhe in den Rhein fallen ließ und ausArger seine Strümpfe denselben nachwarf.
Ja, wie sehr ich mich auch dadurch blamiere, so willich euch doch ehrlich bekennen, daß ich mich hier furcht-bar ennuyiere. Steifer, patenter schnöder Ton. Jedermuß hier wie ein Abgeschiedener leben. Nur gut ochsenkann man hier. Das war's auch, was mich Herzog. Oftwenn ich in den Trauerweiden-Alleen meines paradie-sischen Beuls zur Zeit der Dämmerung dämmerte, sahich im Verklärungsglanze vor mir schweben den leuchten-den Genius des Ochsens, in Schlafrock und Pantoffeln,mit der einen Hand Mackeldeys Institutionen empvr-haltend, und mit der andern Hand hinzeigend nach denTürmen Georgia Augustas. Sogar die lauten Wogen desRheines hatten mir alsdann oft mahnend zugerauscht:
Ochse, deutscher Jüngling, endlichReite deine Schwänze nach-,
Einst bereust du, daß du schändlichHast vertrödelt manchen Tag!
Klingt das nicht höchst tragisch? Wahrlich, es liegtein ernsterer und schauerlicherer Sinn drin, als imSchwanengesang derSapphodesHerrnGrillparzerinWien.
Dieser Brief, wie ihr an der Ausschrift ersehenkönnt, ist an euch beide zu gleicher Zeit gerichtet; dennich wüßte gar nicht, wie ich es anfangen sollte, jedemvon euch privatim zu schreiben; sintemal ich doch sehrgut weiß, daß das, was ich dem einen schreibe, demandern nicht gleichgültig ist. Wie ich bis zur Zeit meinerAbreise gelebt, was ich in Beul gesagt und gesungen,und wie ich mich noch zuletzt in Bonn herumgetrieben
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