reise blieb er wiederum einige Wochen in seinem ge-liebten Norderney. Erst Ende September war erwieder inHamburg. Hier überwachte er die Druck-legung des „Buchs der Liebe r", einer neuen Zu-sammenstellung alter Gedichtzyklen, die noch 1827 er-schien. Inzwischen hatten Verhandlungen zwischen ihmund Cotta, die darauf abzielten, ihn fürMünchenund die Redaktion der „Neuen Allgemeinen PolitischenAnnalen" zu gewinnen, zu einem befriedigenden Ab-schluß geführt. Ende November traf er nach mancherleiUmwegen in München ein.
Auf dieser Reise merkte er, wie bekannt er mittler-weile weithin geworden war, so daß er füglich an Campeschreiben konnte: „Überall aus meiner Reise fand ichdie „Reiscbilder" envozue,überall Enthusiasmus, Klageund Staunen, und ich Hütte wirklich nicht geglaubt,schon so berühmt zu sein." Trotz allen freundwilligenBemühungen Cottas hat Heine sich in München nie ganzeinleben können, so daß er ohne rechte Trauer die„Annalen" schon im Sommer 1828 eingehen sah. Ihndrängte es nach Italien. Mitte Juli reiste er überInnsbruck, Verona, Mailand, Genua nach den V ü -dcrn von Lucca und Florenz, wo er friedliche,glückliche Tage verbrachte. Die Sorge, endlich einsicheres Amt zu erlangen, hatte ihn veranlaßt, sichum eine Professur in München zu bemühen. Die Un-ruhe, wie sich diese Angelegenheit gestalten würde undplötzliche Sorge um den Vater trieben ihn Hals überKopf nach Deutschland zurück. Jetzt kam alles zu-sammen, um ihn schwer zu treffen. Noch auf der Reiseerhielt er die Nachricht vom Tode des Vaters, Therese
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