Heine war ihm auf immer verloren, die Hoffnungenauf die Münchencr Professur zerschlugen sich, Zwist mitder Familie und eigene Krankheit kamen hinzu — alsein Gebrochener geht er zu'Beginn des Jahres 1829von neuem nach Berlin und Potsdam. ImAugust und September zog es ihn wieder ans Meer,seinem „wahlverwandten Element", und zwar nachHelgoland. Von hier begab er sich nach Ham-burg. Noch vor Schluß des Jahres erschien der dritteTeil der „Reisebilder", der ihm nicht allein wegen derheftigen Ausfälle gegen Platen, seine Antwort auf dessenboshafte Angriffe, viele Feinde machte. —
Im März 1830 finden wir Heine in dem nahen,stilleren Wandsbeck. Drei Monate verbrachte erhier in ruhiger Zurückgezogenheit und ernster Lektüreund Arbeit. Die Bibel und die Rcvolutionsgeschichtedes Thiers, in seltsamem Vorausfühlen der kommendenEreignisse, beschäftigten ihn vor allem. Die „großeWoche" in Paris und ihre Folgen erschütterten ihn stark.Dazu kamen private Mißhelligkeitcn. Das Verhältniszu Salomon Heine wurde immer unhaltbarer, der Ver-such, in Preußen eine Anstellung zu finden, scheiterte,ebensowenig gelang es ihm, in Hamburg das Amt einesSyndikus zu erhalten. So trat der Gedanke einer Über-siedelung nach Paris bestimmter auf. Die Arbeit andem vierten Bande der „Reisebilder" wurde noch raschzu Ende geführt. Dann rüstete er allmählich zum Ab-schied. Im Mai geht er, unterwegs in Frankfurt, Heidel-berg, Karlsruhe gemächlich Rast haltend, nach Paris,seiner neuen Heimat. —
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