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1 (1906)
Entstehung
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ziehung an, die für ein Jahrzehnt eine wertvolle Be-reicherung seines Lebens bedeuten sollte zu dem DichterKarl Jmmermann. Waren Moser und Rahel ihmvor allem menschlich gleichsam Wegweiser geworden,so wurde Jmmermann sein Beichtiger in literarisch-künstlerischen Dingen. Jmmermann war der erste, welchermit tiefem Verständnis die Eigenart Heinischer Dich-tung in jener denkwürdigen Rezension imRheinisch-Westfälischen Anzeiger" von 1822 einem größerenPublikum auseinandersetzte. Das hat ihm Heine nie ver--gessen. Die treue Freundschaft, die er bei allemGegensätzlichem der Naturen zeitlebens Jmmermannerwies, hat man nicht selten über seinem bedenklichenSchwanken, gerade in literarischen Beziehungen, über-sehen. Ohne, daß der eine des andern Produktionenblind bewunderte, haben sie ehrlich ihr so wesensvcr-schiedenes Schaffen zu verstehen gesucht! Im Feldzuggegen Platen, von dem in den Briefen breit dieRede ist, haben sie Schulter an Schulter gestanden, undselbst als Jmmermann dem Freunde nicht mehr zu folgenvermochte, hat er doch sein Verhalten zu erklären undzu entschuldigen gewußt. Für Heine, der nicht allzuvielVerständnis für sein künstlerisches Wollen im Kreiseder Nächsten fand, war der rege briefliche Gedanken-austausch mit einem kritischen und doch wohlwollendenGleichstrebenden von entscheidender Bedeutung. Erwurde ihm auch ein Trost in Augenblicken, die in dieserBerliner Zeit nicht selten waren, wo erkrank, isoliert,angefeindet und unfähig, das Leben zu genießen" sich,jeder Stimmung und Verstimmung nur allzu rasch hin-gegeben, einsam und verkannt fühlte. Dazu kommt die

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