in dem nahegelegenen Dorfe Beuel arbeitete. Aber dieJurisprudenz und das Gespenst eines Eramcns drängten,und so ging Heine zum nächsten Wintersemester nachGöttingen, um zu „ochsen". Die Arbeit am „Al-mansor" läßt ihn vorerst nicht los und noch im Anfangdes Winters bietet er Brockhaus ein Manuskript Gedichte„Traum und L i e d" zum Verlage an. In Göttingenfühlt er sich wenig behaglich und so ist er beinahe froh,wegen Übertretung der Ducllgesetze auf ein halbes Jahrrelegiert zu werden. Er geht zunächst wieder nach Ham-burg, wo die alte Liebe zu Amalie von neuem Nahrungerhält, aber durch die Nachricht von der Verlobung derGeliebten aufs tiefste erschüttert wird.
Nach kurzer Rast im Elternhause geht er EndeFebruar 1821 nach Berlin. Das rege geistige Lebender jungen, glücklich aufstrebenden Universität fesseltenund förderten ihn ebensosehr wie der Verkehr in dengastfreien Häusern der Dichterin Elise von Hohenhausenund besonders Varnhagens von Ense und seinerGattin R a h e l. Hier wird er vor allem mit Goethevertraut, zu dem er bisher noch kein inneres Verhältnisgesunden hatte. Und so ist Goethe auch einer der ersten,denen Heine seine „Gedicht e" zusendet, die im De-zember 1821 in der Maurerschen Buchhandlung er-schienen, da die Verhandlungen mit Brockhaus sich zer-schlagen hatten. Zumeist im Varnhagenschcn Kreisemachte er eine Reihe interessanter Bekanntschaften, zu-nächst Ludwig Robert und seine Gattin Frie-derike (die schöne Schwäbin), Willibald Alexis,Michael Beer,Chamisso,Fouqus,Hitzig,er zechte mit jener berühmt-berüchtigten Tafelrunde bei
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