wesentliche Züge beiträgt, ist zumeist im Dunkel geblieben.Und doch wäre gerade in dem Streit für und widerHeines Menschlichkeit die Art, wie er Freundschaft undFreunde zu fesseln und zu halten weiß, kein zu ver-achtendes Zeugnis gewesen. — Ein Brief des noch nichtNeunzehnjährigen macht den Anfang. Er ist an denDüsseldorfer Schulfreund Christian Sethe gerichtetund aus Hamburg, dem „verluderten Kaufmannsnest",wohin man Heine, nach fehlgeschlagenen Versuchen, ihnin Frankfurt zum Kaufmann ausbilden zu lassen, 1816in das Geschäft seines Oheims Salomon Heinegeschickt hatte, geschrieben. Gewann er dem kauf-männischen Beruf hier so wenig Geschmack wie dort ab,so war es ein anderer Stern, der ihm in Hamburg lockendleuchtete: „Molly", seine Cousine Amalie Heine, dieTochter Salomon Heines, die leidenschaftlich und un-glücklich Geliebte seiner Jugend, die Muse seiner Liederfür manches Jahr, die freilich wenig genug sich um seinDichten kümmert. Trotzdem, und je weniger er sich umseinen kaufmännischen Beruf Sorge macht, ist er eifrigim Versemachen. Ja, er denkt bereits an eine Drucklegung.Endlich setzt er es bei den Seinen durch, nachdem er auchin einem eigenen Geschäft kläglich Schiffbruch erlittenhatte, sich in Düsseldorf für die Universitätsstudien vor-zubereiten und im Herbst 1819 die Universität Bonnzum Studium der Rechte zu beziehen. A. W. S ch l e g e list es hier vor allen, der ihm persönlich nahe trat, sichfür sein Dichten interessierte und ihm, namentlich inmetrischer Beziehung, fruchtbare Winke gab. Er magihn auch zu einer Tragödie angeregt haben, zum „A l -manso r", an dem Heine in den Sommerferien 1820
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