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3 (1851) Romanzero
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schon tief in der Nacht war, den Leib des Brudersherunter, und schor auch noch allen Wächtern zum Schimpfden rechten Backenbart ab; legte dann den Leichnam aufdie Esel und trieb sie nach Haus, nachdem er so, wasihm seine Mutter geboten, vollzogen hatte.

Der König soll es aber, als ihm gemeldet wurde,der Leichnam des Diebes sei entwendet, sehr argempfunden haben; und da er durchaus ausfindig machenwollte, Wer in aller Welt Solches angestellt habe,soll er, was mir einmal nicht glaubwürdig ist, Folgen-des gethan haben. Er ließ seine Tochter in der Budefeil sitzen, und gab ihr auf, Jeden ohne Unterschiedanzunehmen; ehe sie aber zusammenkämen, müsse ihrJeder den klügsten und den sündlichsten Streich sagen,den er in seinem Leben ausgeführt, und wenn da Einerdie Geschichte mit dem Dieb erzähle, Den solle sie er-greifen und nicht heraus lassen. Dies that das Mädchen,wie es ihr vom Vater geboten war; der Dieb aber,der verstand, wo Das hinaus wolle, beschloß, denKönig noch an Verschlagenheit zu übertreffen, und sollFolgendes gethan haben. Er schnitt den ganzen Armvom frischen Leichnam bei der Schulter ab und nahmihn unter dem Mantel mit. So ging er zur Tochterdes Königs, und da sie ihn ebenso, wie die Andernbefragte, erzählte er ihr, als seinen süudlichsten Streich,daß er seinem Bruder, der im Schatz des Königs in

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