Druckschrift 
3 (1851) Romanzero
Entstehung
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an, legte ihnen Schläuche voll Wein auf und triebalsdann die Esel vor sich her; und als er an die Wachedes aufgehängten Todten kam, so zog er drei oder vieraufgebundene Zipfel der Schläuche auf. Als nun derWein auslief, schlug er sich vor den Kopf mit lautemGeschrei, als wisse er nicht, zu welchem Esel er sichzuerst wenden solle. Die Wächter aber sahen nichtsobald die Menge Wein, die auslief, als sie sämmtlichmit Gefäßen in den Weg rannten, und den ausfließendenWein als gute Beute einsammelten; worüber er sichzornig stellte und Alle ausschalt. Da ihm aber dieWächter zuredeten, stellte er sich als werde er allmähligruhiger und sein Zorn lasse nach; und zuletzt trieb erdie Esel aus dem Wege und schirrte sie zurecht. Wienun ein Wort -das andere gab, auch Der und Jenerseinen Spaß mit ihm hatte, und ihn zum Lachen brachte,gab er ihnen noch einen Schlauch dazu; und jetzt be-schlossen sie, an Ort und Stelle sich zum Trinken zulegen, wollten auch ihn dabei haben und hießen ihnbleiben, um hier bei ihnen mitzutrinken, wozu er sichdenn auch verstand und da blieb. Endlich als sie ihmbei'm Trinken herzlich schön thaten, gab er ihnen nocheinen zweiten Schlauch dazu. Da wurden die Wächtervom tüchtigen Zechen übermäßig betrunken, und, vomSchlaf überwältigt, streckten sie sich an derselben Stellehin, wo sie getrunken hatten. Nun nahm er, da es