Druckschrift 
3 (1851) Romanzero
Entstehung
Seite
10
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Man bringt auf einer güldnen SchüsselDie leckersten Bissen für seinen Rüssel;Er schlürft aus silbernen Eimern den Wein,Gewürzt mit den süßesten Spezerei'n.

Man salbt ihn mit Ambra und Rvsenessenzen,Man schmückt sein Haupt mit Blumenkränzen;Als Fußdecke dienen dem edlen ThierDie kostbarsten Shawls aus Kaschimir.

Das glücklichste Leben ist ihm beschieden,Doch Niemand auf Erden ist zufrieden.Das edle Thier, man weiß nicht wie,Versinkt in tiefe Melancholie.

Der weiße Melancholikus

Steht traurig mitten im Uebersluß.

Man will ihn ermuntern, man will ihn erheitern,

Jedoch die klügsten Versuche scheitern.

Vergebens kommen mit Springen und SingenDie Bajaderen; vergebens erklingenDie Zinken und Pauken der Musikanten,

Doch nichts erlustigt den Elephanten.

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