- 117 -
Ein Vrio! von Koinvick Km«.
Tclegia in in a u s D n sseldorf: Der hie-sige Slndtnilh liat das fi'ir Düssetdorf bestimmteHeinc^Tenkinal einsliniinig zuii'ickgewiesen.
Jetzt weis; ich, was svll es bedeute»,Daß ich so traurig bin;
Das Schicksal vv» unsere» Leute»,Das kommt mir nicht aus de»? Sin»,
In Düsseldorf rührt sich der BonzeUnd dunkel fließt der Rhein;
Sic lassen mein Denkmal aus BronzeNicht in die Stadt hinein!
Sie rufen begeistert: „NiederMit Heine's Monument!"
Sie zählen mein „Buch der Lieder"Zum alten Testament.
Sie legen, in'S Herz mir zu schneiden.Ans meine Werke Beschlag,
Sic höhnen die „Jungen Leiden"
Seit meinem achten Tag.
Schön bin ich in Bronze zu schauen,Mein Sockel ist aus Granit;
Begossen sowohl wie gehauenWird heute ein jeder Semit.
In Düsseldorf krächzet der Rabe,Wo meine Wiege stund;
Man gönnt mir kein Plätzchen, ich habeEin Denkmal ohne Grund.
Aus meiner Vaterstadt jagenSie wütend den bronzenen Sem,Die Stadt meiner Väter — sie sagen —Sei blos Jerusalem!