— IM
Vaiies Jörn.
(Gedichtet zu St. Paul iu Minnesota im Januar 1890.)
Der Herrgott stand einst vor den ThorenDer Himmelsbnrg und blickte stumm,Wie weltvergessen, traumverlorenHerab von seinem Heiligtum.
Dann winkt er einem, der ihm nahe,Und deutete mit seinen, StabAls quält ihn etwas, das er sähe; —Es war ein deutsches Dichtergrab.
„Geht steigt hinab", so sprach er strafend,„Bringt es herauf mir, Stein um Stein,Und alles, was von ihm noch schlafend,Des Dichters moderndes Gebein."
Und kaum gesagt, da war's geschehen.Dort stellte man die Rester ans —Es war im Himmel anzusehenGar wunderlich; so irdisch graus.
Kein Heil'geschein ergoß sich strahlendVon diesem Häuflein Stein und BeinUnd Schrecken wuchs umher, sich malendAuf jedem Antlitz wild zur Pein.
Und strafend blickt der Herr im Kreise —Ein tiefer Ernst sein Aug' umzieht;Wie es nur selicn seine WeiseDie Rede seinem Mund entflieht.
„Was für Bewegung, für Gezcige?„Wer weicht vor diesem Mörtel hier?„Ich will, daß man ihm Ehr' erzeige,„Denn einst war es ein Stück von mir!