Druckschrift 
Heine-Almanach als Protest gegen die Düsseldorfer Denkmalverweigerung
Entstehung
Seite
107
Einzelbild herunterladen
 

107 —

(S t ö ck e r gewidmet.)

„Es giebt hienieden Brod genug für alle Menschenkinder,Auch Rosen und Myrrhen und Schönheit und Lust und

Zuckererbsen nicht minder.Ja, Znckererbsen für Jedermann, sobald die Schoten platzen.Den Himmel überlassen wir den Engeln und den Spatzen."

(Eitiert von Bebel im Reichstag 1893.) Heine.„Ein nichtswürdiger Vers eines nichtswürdigen Menschen."

Hofprediger Stöcker im Reich.tag.

Wie Ahasver so wandle ich und suche den Heilandauf Erden:

Die Liebe, die lächelnd um andere stirbt, nm selber seligzu werden.

Doch fand ich nur Not und Hunger dazu, nur Haß undRache nicht minder,

— Es giebt hienieden Brod genug für alleM cnschenkinde r.

Den Heiland Hab ich nimmer geseh'n, auf meinenWanderungen,

Es haben viel Zungen gepriesen sein Lob, doch — Gerzennicht mitgeklungen.

Nach Liebe weinten die Augen sich aus, viel Männer, Weiberund Kinder,

Nach — Rosen und Myrrhen und Schönheit undLust, und Zuckererbsen nicht minder.

Ja, Znckererbsen für Jedermann, — auf tausend Armenur Eine,

Drum floh der Heiland erloschenen Blicks, aus jederMenschengemeine.

Nun lieg' ich im Sterben, um aus der Welt, totmüdeauszukratzen,

Wo — Zuckererbsen für Jedermann, sobald dieSchoten platzen.

MDJ''>l' l.i! » !>>Z ! «Asi Z ! !»!>!, i »III!« >!>»>!!>> i«I