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Heine-Almanach als Protest gegen die Düsseldorfer Denkmalverweigerung
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Die heim'sche Scholle zu bewahrenVor Kriegesnoth und Feuersbrand?

Jetzt lehrt die Heimat ihn erfahren:

„Umsonst! Der Jude wird verbrannt!

Wo bleibt der Sinn, der streng gerechte,Der unterscheidet je nach Art,

Der nicht das Gute für das SchlechteVerachtend straft und schwer und hart,

Der einzeln nur sein Urtheil kündet,

Nicht allen gleich den Bogen spannt,

Der, was er auch verdammt, begründet?

Es heißt: „Der ^ude wird verbrannt!"

Auch Du, Du großer deutscher Dichter,

Du, Heine, sollst's entgelten schwerBeim philiströsen Spießgelichter,

Daß Du von Jude» stammest her!

Nur Das nicht! Toleranz vereinteSich nie mit schwächlichem Verstand,

Und jede Düsscl-D or fgem ei nd eDenkt stets: „Der Jude wird verbrannt!"

O, mvg' die Zeit Erleuchtung senden,

Der Zukunft lichtvoll brechen Bahn,

Die armen Menschen-DekadentenBefreien von dem finstern Wahn,

Aus daß der Menschlichkeit AdcenNicht trennen Religion und Stand,

Und nimmer wir in Geltung sehenDen Satz: „Der Jude wird verbrannt!"

Ludwig Aub

I. Vorsitzender der „Literarischen Gesellschaft" in Nürnberg.