Wi Nlovia?
Der Herrgott dacht': am RheineSchuf ich dem SonnenscheineBestand im gold'gen Weine;
Doch fehlet, wie ich meine,
Daß der Humor, der feine,
Sich stets damit vereine:
So rief er Heinrich HeineZum rheinischen Verbände -Gloria dem Vaterlande!
Wien, 1. März 1893. August Silberstein.
Heinrich Heine.
<Mit besonderer Beziehung auf die Sonette an seine Mutter im Buch
der Lieder.)
Räthselhafter! — Kühn hast Du getragenWilde Schmerzensbrandung, flutenschiver,
Wie ein Mensch ihr nimmer trotzet mehr,
Wenn das Leiden kommt mit bösen Tagen.
Sangst auch Vieles Du, was wir beklagen,Tauchtest Du in Gift auch Deinen Speer,
Ihn im Kreise schleudernd wild umher, —Dennoch: Schön'res hört ich Keinen sagen.
Welcher Mutterliebe WeihgesangJe auf Erden inniger erklangAls des Deinen zauberduft'ge Weisen!
Glänzend brausen, klingen, schweben, kreisen,
Stets mit neuem, wechselvollem Sinn,
Deine Lieder — unbesiegt! — dahin.
Stuttgart, den I. März 1893. Theodor Sonchay.