Druckschrift 
1 (1846)
Entstehung
Seite
332
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danke Jbnen gehorsamst für das gütige Mitleid. Ich habe einerechte Angst ausgestanden. In einem Anfall von schwindsüchti-gen Vapeurs hatte ich kurz vor dem Unglücke meine Waden ge-messen, und als ich sie 3 Wochen darauf wieder maß, waren sieum V2 Zoll im Umfang dünner geworden. Nun können Siesich leicht denken, wie es erst im Kopse muß hergegangen sein,da man bis in die Waden die Erschütterung verspürte.

Was ich Ihnen schon längst gern gesagt hätte, ist Dieses,daß ich nach der Insel Helgoland gehen werde. Auf der Tourwerde ich auch Glückstadt, Curhaven und Ritzebüttel besehen.Da will ich das Sccwasser nicht vergessen; bei diesem wollenwir uns bei einer Pfeife Taback einmal etwas zu Gute thun.Sprechen, meine ich, wollen wir davon, aber Doppelbier trinken.

Hamburg, wo ich mich 4 Tage aufgehalten, ist ein höchstangenehmer Ort, sehr geschickt sich eine ziemlich vollständigeIdee von den Häfen von Amsterdam und London zu machen.Ich logirte in einen Wirthshause, wo einen in den andern ge-rechnet, alle Secunde ein Mensch vorbeiging, also alle Stunde3l>KV Menschen mit allerlei Gesichtern, Figuren und Absichten.

Den Weg von Haniburg bis hicher habe ich bei sehr gün-stigem Winde und mit Hülse der Ebbe auf einem zweimastigenSchiffe in Z Stunden zurückgelegt. Ich habe in diesen 5 Stun-den glaube ich 6 Pfeifen Taback geraucht und dabei englischesBier getrunken, wozu ich meinen Schiffer einlud, der darüberso treuherzig wurde, daß er drei Kanonenschüsse that. Wirwurden von der Stader Schanze bei wehender Flagge wiedermit einem Schuß begrüßt, den wir auch mit einem Erkennt-lichkeitsschuß erwiederten. Was das für ein Vergnügen war,auf einem eine Meile breiten Strome, auf dem hier und daSchiffe von allerlei Nationen lagen, die mit der letzten Fluth