Druckschrift 
1 (1846)
Entstehung
Seite
315
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Sie weiden überzeugt sein, daß ich sie nicht vorbeigehen ließHr. Sch. sieht die Billigkeit Ihrer Forderung nun so gut ein,als Tie selbst oder ich, und wenn meine Sorgfalt und mein ge-ringes Ansehen etwas vermag, so soll die Sache gewiß durchge-setzt werden.

Sie mußten allerdings, mein wcrthcstcr Freund, meinenBorschlag eine Zeichnung herüberzuschickcn mißbilligen, so langeSie glaubten, daß ich sie etwa als einen Bewegungsgrund demMinistcrio vorlegen wollte. In der That würde man sich durchein solches Verfahren mehr Schaden als Vorthcil verschassen.Meine Absicht war nur, sie Hr. Schernhagen und einigen an-deren Personen, als guten Freunden zu zeigen, weil diesewirklich Kenner und Personen sind, denen ich ein wahres Ver-gnügen damit machen kann und die hernach bei allen Gelegen-heiten so Etwas sehr zu nützen wissen. Ich bestehe also darauf,daß Sie mir einmal, wenn es mit Ihrer Bequemlichkeit gesche-hen kann, etwas herüberschicken, das deswegen, beständig IhrEigenthum bleibt und das ich etwa nur auf meiner Stube vor-zeigen könnte, so wie ich ein Baumannisches Mikroskop vorzeige.Sie sollen sehen, daß ich einen Gebrauch davon machen werde,der mit Ihrer Ehre, die mir so lieb ist als meine eigene, imstrengsten Verstände bestehen kann.

Die Nachricht von der Krankheit des Hr. Hofr. Kästnershat hier große Bestürzung verursacht, ich will nicht hoffen, daßes viel zu bedeuten haben wird.

Diesen Morgen um 3 Uhr sind 26 Wagen mit Pfannen,Schüsseln, Kammermädchen, Pagen, Waschweibern u. dgl. Ge-räthe nach Göhrde, einem Jagdschloß in der Gegend von Lü-neburg, von hier abgegangen, weil man daselbst die Königinvon Dänemark erwartet. Ich habe dadurch ein vortreffliches